Sabine Classen
Seminare 2012
Die Beschreibungen aller 14
Keramikseminare und Töpferkurse 2012 finden Sie hier auf dieser Seite.
Für die detaillierte Dokumentation eines Seminars bieten wir die kostenlose Teilnahme daran an. Bitte nehmen Sie Kontakt auf, um zu erfahren, welche Seminare noch dokumentiert werden sollen.
1 Töpferkurs: Drehen auf der Scheibe




Kurs Nr. 1a - c
fortlaufende Trimesterkurse, Mittwochs 19.00 - 21.30 Uhr,
jeweils 5x drehen (plus zusätzlich 1 Glasurtermin nach Absprache)
Manche Leute nennen es „flow“ - dieses herrliche Gefühl des Eins Seins mit dem Material und der Wachstumsbewegung auf der Töpferscheibe. In den fortlaufenden Seminaren erlernen Sie das Töpferhandwerk Stück für Stück, so dass Sie bald selbst in der Lage sind, Zylinder, Tassen, Teller, Vasen und Krüge entstehen zu lassen. Weitere handwerkliche Schritte folgen, indem die gedrehten Stücke abgedreht werden und einen Fuß bekommen. Henkel ziehen, Schnauzen und Tüllen herstellen, Teile zusammenbauen und verputzen gehören mit zum Programm. Bald werden Sie merken, dass Sie beim Töpfern eine innere Balance finden, indem die Arbeit mit dem Material Ton es Ihnen ermöglicht, innerlich zur Ruhe zu kommen und sich zu zentrieren. Wenn Sie diese Mitte gefunden haben, wird auch die Drehbewegung des Tones auf der Scheibe immer leichter. Das alles finden Sie unter professioneller Hilfe heraus und lernen es, bis Ihr Wunschgeschirr entsteht.
Der Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet und macht in der Kleingruppe besonders viel Spaß. Dabei bietet das Keramik-Atelier-Haus mit seiner guten Arbeitsatmosphäre eine ruhige Oase für keramisch- künstlerisches Schaffen. Der speziell eingerichtete Unterrichtsraum ist mit sechs professionellen Töpferscheiben ausgestattet, jedem Teilnehmer steht eine dieser Scheiben zur Verfügung.
Jedes Trimester ist einzeln belegbar. Die Zusatztermine für das Glasieren werden nach Absprache vereinbart.
Mittwochs 19.00 - 21.30 Uhr
1a Mi. 1.2., 8.2., 15.2., 7.3., 14.3.2012
1b Mi. 18.4., 25.4., 9.5., 16.5., 23.5.2012
1c Mi. 26.9., 10.10., 17.10., 24.10., 7.11.2012
Kosten je Trimester 145 Euro inkl. Ton, Glasur, Brennen.
Anmeldung
nach oben
2 Künstlerisches Gestalten mit Ton



Kurs Nr. 2 a-c
Trimesterkurse mit je 9 Dienstag Nachmittagen von 18.00 bis 20.30 Uhr
Unter professioneller Anleitung entwickeln Sie ein umfassendes Verständnis für das freie Modellieren mit Ton, die verschiedenen Keramiktechniken und die Anwendung von Glasuren. Neben dem Ausbilden handwerklicher Fähigkeiten wird auch die dreidimensionale Vorstellungskraft im räumlichen Denken gefördert. Sie sammeln viele neue Erfahrungen, können ganz vom Alltag abschalten und sich selbst im kreativen Gestaltungsprozess neu zentrieren.
Fortgeschrittene Kursteilnehmer werden in der Entwicklung ihrer eigenen Ideen und Formen unterstützt. Mit einem vertieften keramisch-bildhauerischen Wissen tauchen Sie ein in die Welt der Kunst, finden Ausdrucksmöglichkeiten für sich selbst und entdecken eine eigene Quelle für Kreativität und Kraft.
Neue Kursteilnehmer, die zuvor noch nicht teilgenommen haben, sind herzlich willkommen und erhalten eine spezielle Einführung.
Jedes Trimester ist einzeln belegbar.
2a Di. 10.1.,17.1., 31.1., 7.2., 14.2., 21.2., 6.3., 13.3., 20.3.2012
2b Di. 27.3., 17.4., 24.4., 8.5., 15.5., 22.5., 12.6., 19.6., 26.6.2012
2c Di. 25.9., 2.10., 9.10., 16.10., 23.10., 6.11., 13.11., 20.11., 27.11.2012
Kosten: 187 Euro inkl. Brennkosten.
Anmeldung
nach oben
3 Geometrie in Bewegung




Kurs Nr. 3: Geometrie in Bewegung
Im Seminar mit der Künstlerin Eva Wohlleben aus Berlin entsteht ein neues Verständnis für keramische Plastik aus dem spielerischen Umgang mit Geometrie und freier Gestaltung.
Durch fühlen und tasten werden Formen und mathematische Definierungen verstanden, besonders an der geometrisch-beweglichen Struktur der Korpuskel. Eva Wohlleben bringt dazu viele Modelle aus ihrem reichen Formenschatz mit. Diese ganzheitliche Art der Betrachtung führt zu einer neuen Konstruktivität. Aus Fühlen wird Begreifen, Erfassen, gelöst von der theoretischen Erklärung, allgemein erfahrbar. Es entstehen Strukturen, die scheinbar nicht naheliegen und doch klar Ursprüngliches erklären.
Die neue Betrachtung macht kreativ.
Die Auseinandersetzung mit Korpuskeln ist eine Befreiung von gedanklichen Regeln, eine Befreiung von der kultivierten Betrachtung doch zu einfach gehaltener Erklärungsmodelle. Eine ideale Kreativförderung für mathematisch arbeitende Berufe, wie zum Beispiel Konstrukteure, Architekten, Mathematiker, Informatiker und Techniker, um frei von bekannten Formfindungsstrategien und festgefahrenen Betrachtungsmustern froh zu schöpfen. Und sie ist eine reiche Quelle für Künstler. Weitere Informationen im Internet bei www.korpuskel.de
(3)Fr. 10.2.2012, 19.00 - 21.30 Uhr
Sa. 11.2.2012, 10.00 - 17.00 Uhr
So. 12.2.2012, 10.00 - 16.00 Uhr
Kosten: 235 € inkl. aller Materialien.
Anmeldung
nach oben
4 Skulpturen-Seminar in Mourne Grange, Nord-Irland





Kurs Nr. 4
Dieses außergewöhnliche Skulpturen-Seminar findet in landschaftlich herrlicher Lage am Fuß der Mourne Mountains nahe am Meer in einem Camphill-Dorf mit Namen Mourne Grange statt, in dem ca. 250 Menschen wohnen.
Im ersten Teil des Seminars wenden wir uns den geometrischen Grundprinzipien des Möbiusbandes, der Spirale, der Lemniskate und des Oloids zu. Sie werden an Hand von Draht- und Papiermodellen experimentell erfasst. Kleine Bozetti (Entwürfe) in Ton folgen. Die geometrischen Prinzipien helfen uns, den Formraum und die Bewegung durch den Innenraum einer Skulptur zu verstehen. Wir entdecken die endlose Bewegung als kraftvoll skulpturalen Prozesses: Außenform wird Innenform wird Außenform. Ebenso stehen viele praxisbezogene, technische Informationen zum Aufbau von Skulpturen aus Ton im Mittelpunkt.
Im zweiten Teil setzen wir die aufgenommenen Grundprinzipien in frei gestaltete Formen um und füllen sie mit unseren eigenen Aussagen und Ideen. Dabei steht das kräftige Wachstum der Pflanzen mit all seinen Wandlungsformen im Vorfrühling im Mittelpunkt. Sie lernen Schritt für Schritt, wie Sie beim Aufbauen der dynamisch-harmonischen Skulpturen Ihre eigenen Aussagen und Ideen einfließen lassen können und zu einem persönlichen Ausdruck finden. Neue Teilnehmer, die bisher noch nicht dabei waren, sind herzlich eingeladen und werden speziell eingeführt.
Es erwartet uns eine besondere gemeinsame Arbeit auf der "Grünen Insel".
Die Unterrichtssprache ist Englisch und Deutsch.
Bilder und Vortrag: Donnerstag 23. Februar 2012, 19.30 Uhr
Seminarbeginn: Freitag 24. Februar 2012, 10.00 Uhr
Ende: Sonntag 26. Februar 2012, 16.00 Uhr.
Seminargebühr: 230 € inkl. aller Materialien.
Anmeldung bitte schriftlich (wegen begrenzter Teilnehmerzahl so bald als möglich!) mit Überweisung der Seminargebühr.
Private Unterkunft in Einzelzimmern mit separatem Bad möglich, ansonsten B&B in der Nähe für 25 £. Unterkunft und Verpflegung mit gemeinsamen Mahlzeiten (biologisch/dynamisch) sowie gemeinsame Ausflüge werden auf Spendenbasis angeboten; Flug extra.
Anmeldung
nach oben
5 Keramischer Grundkurs - die Basis!




Kurs Nr. 5
Das Wochenend-Seminar vermittelt alle keramischen Grundtechniken, die Sie für das Modellieren mit Ton brauchen! Fragen, die einem beim Modellieren mit Ton beschäftigen: wo kommt Ton vor, wie ist er in seiner Struktur aufgebaut und welchen Ton nehmen wir für was? Was macht man mit alten, eventuell vertrockneten Tonresten? In diesem Seminar werden fachspezifische Kenntnisse über die Verarbeitung der verschiedenen Tonsorten in Theorie und Praxis gezeigt. Sie lernen professionelle Tonaufbereitungsmethoden wie das Ton schlagen und kneten kennen. Wir stellen gemeinsam fachgerecht größere Platten her, bauen daraus Dosen, Vasen und Röhren. Wie werden größere Formen hergestellt, wie richtig geschlickert und verputzt? Das Arbeiten aus der massiven Form und das anschließende Aushöhlen stehen genau so auf dem Programm wie das Herstellen von Daumenschalen in der „Pinch-Technik“ und das Aufbauen von größeren Kugeln. Sie erfahren das Wichtigste über die richtige Brandführung bei Schrüh- und Glattbrand, damit Ihre Stücke im Ofen nicht kaputt gehen.
(5) Sa. 24.3.2012, 10.00 - 17.00 Uhr,
So. 25.3.2012, 10.00 - 16.00 Uhr
Kosten: 215 € inkl. aller Materialien.
Anmeldung
nach oben
6 Kugel und Spirale - in Verbindung zu einer außergewöhnlichen Skulptur

Kurs Nr. 6
Die Durchdringung zweier besonderer bildhauerischer Formen zu einer wunderbaren Skulptur.
Dabei wird die geschlossene runde Form der Kugel geöffnet und mit der Fläche einer lebendig-logarythmischen Spirale in Verbindung gebracht. Die Einheit und Ruhe der Kugel verknüpft sich mit der unendlichen Bewegung der Spirale. Wir gestalten diese außergewöhnlich schöne und zugleich dynamisch harmonische Skulptur in der Größe von ca. 25 bis 30 cm.
Das Seminar ist gleichzeitig ein keramisch-bildhauerischer Grundlagenworkshop, der in das Verständnis für die Durchdringung von Körpern einführt, in das Erfassen für die Gesamtheit der Aussage in der Form, für Masse, Bewegung und Kraft im Raum.
(6a)
Fr. 20.4.2012, 19.00 - 21.30 Uhr
Sa. 21.4.2012, 10.00 - 17.00 Uhr
So. 22.4.2012, 10.00 - 15.00 Uhr
oder:
(6b)
Fr. 5.10.2012, 19.00 - 21.30 Uhr
Sa. 6.10.2012, 10.00 - 17.00 Uhr
So. 7.10.2012, 10.00 - 15.00 Uhr
Kosten jeweils 225 Euro inkl. aller Materialien
Anmeldung
nach oben
7 Die Farben der Erde




Kurs Nr. 7
Ein Seminar, das sehr viel Spaß macht und in umfassender Tiefe das Verständnis für Farben aus der Erde entwickeln lässt. Die Faszination der Farben aus den Mineralien, ihre harmonische Schönheit; ihre Geschichte und Herstellung stehen am Anfang des Seminars. Die unterschiedlichen Bindemittel werden erklärt und getestet, die Anwendung für die Malerei erklärt und ausgeführt.
Im zweiten Teil des Seminars geht es um die Verarbeitung und das direkte Aufbringen von Erdpigmenten auf niedrig gebrannte Keramikware als Malträger. Dies wird direkt im Seminar ausgeführt.
Im dritten Teil stellen wir Engoben, Sinterengoben und Terra Sigillatas selber her und testen sie in vielen künstlerischen Variationen aus.
Im vierten Teil geht es um Einschmelzverfahren von farbigen Gläsern auf Ton, mit denen sich besonders schöne keramische Bilder, Reliefs und Kacheln gestalten lassen. Auf einfache Weise sind farblich hervorragende Ergebnisse erzielbar.
Im fünften Teil erlernen Sie das Vergolden mit Blattgold und -silber auf Keramik und Porzellan. In der alten Japanischen Tradition werden die Risse, Sprünge und Fehler, die beim Brennen in der urgewaltigen Kraft des Anagama-Ofens entstanden sind nicht vertuscht bzw. wegretuschiert, sondern als etwas Besonderes durch das Auftragen von Blattgold betont. Oft bekommen die Stücke nach ihrer Behandlung mit Blattgold und einer Deckschicht aus Schelllack eine ganz besondere Schönheit und Anziehungskraft. Man kann sie entweder nur an kleinen Stellen vergolden oder das Gold auch Streifenweise aufbringen oder hauchzart die Ränder vergolden. Anders als aufgebrannte Goldglasuren lässt sich das aufgebrachte Blattgold und -silber wegen seiner Zartheit nicht auf Gebrauchskeramik einsetzen (bitte fertig gebrannte Stücke aus Keramik oder Porzellan zum Bearbeiten mitbringen!)
Im letzten Teil gibt es eine kleine Einführung in die asiatische Pinselmalerei und Kalligrafie. Sie lässt sich sowohl im Niedrigtemperaturbereich anwenden als auch bei "Blue and White", einer uralten traditionellen Technik der Kobaltmalerei auf Porzellan. Wir üben an alten Motiven. Ebenso werden auch moderne Variationen dazu gezeigt. Die Erzeugung der Perspektive bei der asiatischen und der westlichen Malerei werden erklärt und ausprobiert.
(7) Fr. 27.4.2012, 10.00 - 17.00 Uhr
Sa. 28.4.2012, 10.00 - 17.00 Uhr
So. 29.4.2012, 10.00 - 15.00 Uhr
Kosten: 295 € inkl. aller Materialien. Zum Seminar gibt es ein ausführliches Skript.
Anmeldung
nach oben
8 Oloid - Form in Zeit und Raum

Kurs Nr. 8
Das Oloid entsteht durch die Umstülpung des Würfels und ist eine der schönsten Formen unserer Zeit. Wir führen es im Original aus und entwickeln dazu spannende Variationen mit Spiralen, verschiedenen Mittelpunkten und Öffnungen.
Das Spiel mit mit dem Oloid führt beim Gestalten zu den Geheimnissen des Raumes. Setzt man es auf eine leichte Schräge, so rollt es in einer taumelnden Bewegung eine Bahn hinunter, ohne über seine Kanten zu poltern. Es zeichnet dabei ein Mäander, das Bild eines Flussbettes ab. Gleichzeitig bildet dieser Mäander als Form die Außenhaut des Oloids. Geometrie und organische Bewegung werden als Einheit erlebbar. Ruhe und Bewegung sind in dieser Skulptur in ausgeglichener Balance. Verbindet man nun das Oloid mit einer Spirale erhält die Form einen geöffneten Raum als Zentrum. Eine einzige konkav und konvex gewölbte Fläche umspannt dann den gesamten Innen- und Außenraum. Wir plastizieren diese Form in der Größe von ca. 25 bis 30 cm. Das Seminar vermittelt in seiner Gesamtheit auch Grundlagen zur modernen Bildhauerei und zum freien Entwickeln plastischer Formen.
Das Seminar kann im Nachklang verbunden werden mit einer Führung durch die Ausstellung der Paul Schatz Stiftung in der Jurastraße 50, CH-4053 Basel am Samstag, den 18. August um 16.00 Uhr; Unkostenbeitrag 25 CHF (www.Paul-Schatz.ch).
(8) Fr. 4.5.2012, 19.00 - 21.00 Uhr,
Sa. 5.5.2012, 10.00 - 17.00 Uhr,
So. 6.5.2012, 10.00 - 15.00 Uhr
oder: Fr. 19.10.2012, 19.00 - 21.00 Uhr,
Sa. 20.10.2012, 10.00 - 17.00 Uhr,
So. 21.10.2012, 10.00 - 15.00 Uhr
Kosten: 225 EUR inkl. aller Materialien.
Anmeldung
nach oben
9 Aktmodellieren




Kurs Nr. 9
Der Kurs wendet sich an Teilnehmer, die ein Fundament suchen für ihr figürliches Arbeiten in Ton und bietet einen Einstieg ins klassische Aktmodellieren. Er zeigt die individuellen Ausdrucksmöglichkeiten beim Modellieren, wendet sich der Gebärdesprache in der Skulptur zu und fördert den eigenen expressiven Ausdruck.
Am Anfang steht das klassische Studium des Akt- und Portraitmodellierens in Verbindung mit verschiedenen Proportionslehren. Ein weibliches Aktmodell begleitet uns bei unseren anatomischen Studien. Mit Hilfe unseres Aktmodells lernen wir sehen, wie die Dynamik des bewegten Körpers in bestimmten Bewegungspositionen den Ausdruck unserer Skulptur prägt und verändert. Denn anders als in vergangenen Jahrhunderten erhalten die Plastiken heute ihre existentielle Bedeutung durch den Ausdruck ihrer Gestik und Gebärde sowie in der Kleidung. Die Hinwendung zum harmonischen und ganzheitlichen Menschenbild ist eng verbunden mit dem Studium des bewegten Körpers - nicht als anatomisches Korrektiv, sondern um des emotionalen, spontanen Ausdrucks willen. Der lebendigen Beobachtung am Modell entspricht das direkte Modellieren einer Figur aus dem Material. Die Kerben der Werkzeuge und die Riefen der Finger bleiben als Spuren der erlebten Unmittelbarkeit sichtbar.
Befreit vom Personenkult und den daraus entstandenen fesselnden Konventionen und Abbildzwängen ermöglicht das Aktmodellieren heute das lebendige Erleben des figürlichen Ausdrucks. Denn was aus herkömmlicher Sicht vielleicht übertrieben oder deplatziert erschien, ist mit künstlerischem Auge betrachtet ein Ausdruck der Vitalität. So entsteht, gerne verbunden mit einer Prise Humor und Leichtigkeit, Ihre lebendige Skulptur.
Das Seminar gliedert sich in sechs Schritte:
1. Proportionslehre und Anatomiestudium an Hand der Herstellung eines Standardmodells in einer Größe von ca. 20 cm.
2. Aufbau des Kopfes in Profil- und Frontalansicht
3. Herstellung eines hohl aufgebauten menschlichen Torsos
4. Ein weibliches Aktmodell wird uns Modell stehen, so dass wir Korrekturen nach dem lebenden Modell an unseren Tonfiguren vornehmen können.
5. Bewegungsstudien; wie verändern Gestik und Haltung den Ausdruck, wieder in Anschauung nach dem lebenden Modell
6. Erarbeiten einer individuellen, expressiven Plastik
Im Seminar werden Sie bei der handwerklichen Umsetzung professionell unterstützt. Die verschiedenen Techniken und Vorgehensweisen werden ausführlich erklärt. So ist es Ihnen möglich, Ihre eigene Idee in einer Größe von ca. 20 bis 30 cm umzusetzen.
(9) Fr. 11.5.2012, 10.00 - 17.00 Uhr
Sa. 12.5.2012, 10.00 - 17.00 Uhr
So. 13.5.2012, 10.00 - 15.00 Uhr
Kosten: 287 EUR inkl. Brennkosten, Modell ca. 20 EUR extra
Anmeldung
nach oben
10 Porzellan - die Königsdisziplin




Kurs Nr. 10
Auf Grund seiner besonderen Gestaltungsmöglichkeiten und seiner Kostbarkeit heißt das Porzellan auch das "weiße Gold“. Spätestens seit seiner „Nach-Entwicklung“ im 18. Jahrhundert in Meißen weiß man um die Besonderheiten des keramischen Materials, das von seiner Klarheit und Lichtdurchlässigkeit lebt. Porzellan braucht Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Es fordert auf zu raffinierten Detaillösungen, die man am Besten unter professioneller Hilfestellung einübt.
In diesem Seminar wird das Material in allen Facetten ausprobiert. Es werden die auf dem Markt gängigen Porzellane vorgestellt und Sie dürfen sie nach Herzenslust testen (schon das ist ein ganz spezieller Genuss).
Folgende Techniken stehen auf dem Programm:
- die ganz besonders interessante Schellack-Auswaschtechnik für transluzente, reliefartige Oberflächen bei Schalen und Lampen
- die Tiefdrucktechnik mit Buchlettern auf Platten und gebogenen Flächen für lichtdurchlässige Textgestaltungen
- asiatische Schnitttechniken für spezielle Teeschalen und Vasenformen
- für die Freunde der Pinselmalerei gibt es die traditionelle Kobaltaufglasurmalerei „Blue- and-white“, bei der die Zeichnungen mit blauem Kobalt auf glasierten Grund übertragen werden und herrlich tiefe Blau-Weiß-Töne beim Brand entstehen lassen
- wir versetzen das Porzellan mit Papier und stellen so „paper-porcelain“, also „Papierporzellan“ her, das sich zum Modellieren von hauchdünnen Schalen eignet
- diese Masse lässt sich auch gut zum Bauen von kleineren Skulpturen einsetzen
- eine weitere tolle Technik, die ursprünglich in China entwickelt wurde, ist das Hinzufügen von Reiskörnern in die Porzellanmasse. Auf diese Art lassen sich z.B. lichtdurchlässige Lampenkörper etc. entwickeln.
Das Seminar zielt nicht auf das Drehen an der Töpferscheibe ab, aber die meisten erlernten Techniken lassen sich auch sehr gut auf gedrehten Gefäßen anwenden!
(10) Fr. 18.5.2012, 10.00 - 17.00 Uhr
Sa. 19.5.2012, 10.00 - 17.00 Uhr
So. 20.5.2011, 10.00 - 15.00 Uhr
Kosten: 295 EUR inkl. aller Materialien.
Anmeldung
nach oben
11 Lemniskate (liegende 8) als Symbol der Unendlichkeit und der beständigen Metamorphose in der Skulptur



3-tägiges Intensivseminar
Kurs Nr. 11
Die Lemniskate ist als uraltes Symbol für ewiges Leben in allen Kulturen zu finden. Ihre Magie entwickelt sie aus der Entfaltung ihrer Kraft vom Innenraum nach außen und in der Umkehr vom Außenraum nach innen. Gleichzeitig wird das, was groß war klein und das was klein war groß. Diese permanente Wandlung führt zu einer unendlichen Bewegung in der Form, einer immerwährenden Metamorphose von Zweiheit und Einheit. Wir nähern uns der Form, indem wir sie als fließende Bewegung mit Wasser und Pinsel zeichnen und als einfache Körperübung bewegen.
Im zweiten Teil werden verschiedene Formen der Lemniskate vorgestellt und als Übungsformen ausprobiert.
Im dritten Teil entwickeln wir den geometrischen Körper weiter zu unserer persönlichen Skulptur mit individuellem Ausdruck, indem wir sie zusätzlich durch organisch modellierte Bewegungen weiter gestalten.
Das gesamte Vorgehen im Seminar fördert sowohl die eigene künstlerische Entwicklung als auch die geistig-seelische Beweglichkeit und innere Balance.
Im Seminar werden übergeordnet Möglichkeiten zum Arbeiten mit „konkreten“ Formen aufgezeigt. Das Seminar zielt also nicht auf ein Nachbilden von Naturformen ab, sondern zeigt Wege in einen eigenen umfassenden künstlerischen Prozess. Das klingt vielleicht kompliziert, macht aber viel Spaß und bringt zudem noch Sinn!
Das Seminar kann im Nachklang verbunden werden mit einer Führung durch die Ausstellung der Paul Schatz Stiftung in der Jurastraße 50, CH-4053 Basel am Samstag, den 18. August um 16.00 Uhr; Unkostenbeitrag 25 CHF (www.Paul-Schatz.ch).
(11) Fr. 8.6.2012, 10.00 - 17.00 Uhr
Sa. 9.6.2012, 10.00 - 17.00 Uhr,
So. 10.6.2012, 10.00 - 15.00 Uhr
Kosten 287 EUR inkl. aller Materialien
Anmeldung
nach oben
12 Raketenofen, Raku, Naked-Raku und Schwarzbrand - Intensivworkshop für alternative Brennmethoden









Kurs Nr. 12
Ein Feuer-Fest für alle Sinne mit faszinierenden keramischen Ergebnissen, neuen Erfahrungen, voller Inspirationen und Erlebnissen.
Dazu bringen Sie Ihre Keramiken mit zum Seminar und brennen sie in den verschiedenen Techniken.
Das Raku-Brennen im gas- oder holzbefeuerten Ofen basiert auf einer japanische Form des Brennens, die im Zen-Buddhismus beheimatet ist. Nachdem diese Technik in den 1970iger Jahren über Amerika Einzug in die Europäische Keramik hielt, ist sie heute eine besonders beliebte Variante der Niedrigbrandtechniken mit spannenden farbigen Glasureffekten auf schwarzem Tongrund
Beim „Naked Raku“, einer speziellen Form des Rakubrennens mit Abdeckschlicker und Spezialglasur entstehen durch den Brand faszinierende schwarze Strukturlinien auf hellem Grund. Dabei ist es immer wieder neu und überraschend, wenn sich das Kunstwerk nach dem Erkalten „häutet“.
Im Schwarzbrand erhalten die Stücke, die zuvor mit roter oder weißer Terra Sigillata eingelassen wurden, eine Schwarzfärbung oder eine teilweise hell-dunkle Reduktion. So entsteht nach der alten Griechischen Technik der „Feinglanztonengobe“ und deren fachgerechter Reduktion ein besonderer Schwarz-Rotglanz auf den Stücken.
Ganz anders funktioniert das Brennen im Raketenofen. Er ist die kleine Alternative zum Holzofenbrand. Die Stücke, die zuvor nur poliert wurden, erreichen im mit Holzkohle befeuerten Fasermattenofen in kurzer Zeit eine Höchsttemperatur von ca. 1300°C. Oft erzielt man schöne keramische Oberflächen mit Ascheanflügen und farbigen Glasflüssen. Diese vielfarbigen Schmelzen ähneln den Ergebnissen aus dem Holzofenbrand im Japanischen Anagama-Ofen. Wie bei allen archaischen Brennmethoden gibt es keine „sicheren“ Ergebnisse, aber mit Glück und Geschick entstehen faszinierende Keramik-Unikate. Ein Raketenofen ist leicht zu bauen und einfach zu bedienen. Probieren Sie es aus.
Folgende Öfen und Techniken beinhaltet das Seminar:
- Raketenofenbrand
- Raku
- Naked-Raku
- Schwarzbrand
Im Seminar erfährt jede Form ihre glühende Feuergeburt, immer wieder unvorhersehbar neu und spannend individuell.
(12)
Fr. 15.6.2012 - So. 17.6.2012, Beginn jeweils 10.00 Uhr
Kosten: 298 €
Jeder Teilnehmer erhält nach der Anmeldung eine genaue Auflistung und Beschreibung der Ofentypen, die Art der Vorbereitung der Stücke zu Hause für den jeweiligen Brand, die Größe und Anzahl der Stücke, die zu verwendenden Tone und die vorgesehene mögliche Weiterverarbeitung im Keramik-Atelier-Haus direkt vor dem Brand.
Mitzubringen:
- Ihre geschrühten Keramik-Objekte und Gefäße
- 10 kg Holzkohle (gute Metzgerqualität)
- einfache Atemschutzmaske
- Gartenhandschuhe
- Kleidung aus Baumwolle (gerne auch 2. Garnitur zum Wechseln)
- Putzschwamm und Scheuerwolle
- einfache Pinsel
- eventuell Verpackungsmaterial
- optional: Rakuhandschuhe und Rakuzange
Anmeldung
nach oben
13 Große Skulpturen aus Ton



.jpg)
.jpg)
Kurs Nr. 13
In diesem 4-tägigen Intensivseminar lernen Sie aus Ihrem eigenen kleinen keramischen Modell eine große Skulptur aus Ton zu bauen. Zu Beginn werden an einem Standartmodell die verschiedenen Vorgehensweisen erklärt und fundiert vermittelt. Alle notwendigen Techniken wie Platten- Band- Wulst- und Pinchtechnik werden sowohl für das Aufbauen größerer Formen wie Gartenkeramiken und freier Stelen eingeübt. Die geeigneten keramischen Massen werden vorgestellt und ausprobiert. Sie erfahren, wie Sie Ihre Keramik „wetterfest“ machen und erhalten jede Menge weitere praktische Tipps.
Bitte bringen Sie zum Seminar Ihr gebranntes kleines keramisches Modell (die Maquette) in der Größe von etwa 20 cm mit. Gemeinsam überprüfen und verändern wir gegebenenfalls Ihr Modell zur Umsetzbarkeit in ein größeres Format. Anfänger im Großmodellieren können ihre Form in etwa auf eine Größe von 50 bis 60 cm umsetzen, Fortgeschrittene können mit der guten fachlichen Hilfe ihr Objekt innerhalb der Kurszeit in für sie machbarer Größe modellieren. Es kann auch mehrteilig gearbeitet werden.
Die Ofenformate betragen 50/50/73 cm sowie im großen Ofen mit Durchmesser 110 cm / H 130 cm.
Bitte mitbringen zum Seminar:
- ein kleines Modell aus dem Kontext Ihrer eigenen Arbeit, das wir dann im Seminar in eine größere Skulptur umsetzen können.
- Schürze, Notizmaterial, falls vorhanden eigenes „Lieblingswerkzeug“, gegebenenfalls Verpackungsmaterial
(13) Do. 21.6.2012 - So. 24.6.2012, jeweils 10.00 - 17.00 Uhr
Kosten: 365 EUR. Ton und Brand nach Bedarf.
Wer seine Skulptur im angegebenen Zeitrahmen nicht fertigstellen kann, für den sind Verlängerungstage á 70 € möglich.
Anmeldung
nach oben
14 Porzellan drehen




Kurs Nr. 14
Im Seminar werden spezielle Techniken für das Drehen und Montieren größerer Objekte aus Porzellan gezeigt. Dazu stehen verschiedene Porzellanmassen bereit. Dünnwandige Formen entstehen im Abdrehprozess. Papierporzellan wird hergestellt und gedreht. Durch schneiden, ritzen und fönen entstehen interessante, lebendige Oberflächen. Zusätzlich wird zur Kombination eine Koreanische Wurftechnik zur Freihandgestaltung ausgeführt.
(14) Fr. 12.10.2012, 10.00 - 17.00 Uhr
Sa. 13.10.2012, 10.00 - 17.00 Uhr
So. 14.10.2012, 10.00 - 15.00 Uhr
Kosten: 295 € inkl. aller Materielien
Anmeldung
nach oben